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Keine Angst vor Chemie!

"Chemie ist, wenn es stinkt und kracht", sagt ein alter Spruch aus der Schule - inspiriert von schiefgegangenen Experimenten im Unterricht. Aber im Berufsleben sorgen viele Menschen dafür, dass Chemie eben nicht stinkt.

Zum Beispiel die Chemikantinnen und Chemikanten: Sie wissen genau, was in einer großen Produktionsanlage passiert, wenn Chemikalien aufeinander treffen, miteinander reagieren und zu einem neuen Stoff verschmelzen. Ihre Aufgabe ist zum Beispiel, Anlagen zu überwachen - denn es kann immer etwas passieren, das nicht passieren soll. Kein Routinejob also.

Aber: Chemie ist keine Hexerei. Was da passiert, lernen die Auszubildenden zunächst im Labor, der Berufsschule, in der Werkstatt und schließlich auch im Betrieb bei der Maschinensteuerung. Chemikanten bestimmen auch die Qualität der bei einem Verfahren anfallenden Zwischen-und Endprodukte. Dazu nehmen sie Analysen vor und protokollieren diese.

Aber auch für Reinigungsarbeiten sollten sich Chemiekanten nicht zu schade sein. Der Arbeitsbereich muss schon aus Sicherheitsgründen immer sauber sein.

Eine der ersten Ausbildungsstationen ist meist das Labor. Dort lernen die Auszubildenden den richtigen Umgang mit Chemikalien, die Beachtung von Sicherheitsvorschriften, das Erstellen von Analyseprotokollen. Und vor allem das Analysieren selbst.

Ebenso zur Ausbildung gehört ein Metallgrundlehrgang mit "Unterrichtsfächern" wie Feilen und Schweißen. In der Werkstatt erfahren angehende Chemikanten alles über Anlagen, eingesetzte Maschinen und Apparate. Und, ganz wichtig: Sie schauen auch in die Maschinen hinein. Wann sonst hat man die Gelegenheit, einmal das Innenleben einer Zentrifuge zu betrachten?

Mit den bereits erworbenen Grundkenntnisse kann man dann auch schon bei Reparatur und Instandhaltung tatkräftig mitwirken. In der elektrischen Werkstatt lernen die Auszubildenden viel über die Mess-, Steuer- und Regeleinrichtungen.

Schließlich sind Chemikanten-Azubis dann fit für den späteren Arbeitsbereich im Betrieb. In einer Großanlage lernen sie jeden wichtigen Bereich kennen. Eine wichtige Grundlage, um letztlich das ganze Produktionsprinzip zu verstehen.

Zu den sicherlich anspruchsvollsten Aufgaben gehört die Arbeit in der Prozessleitwarte. Dort wird die gesamte chemische Großanlage gesteuert und geregelt. Per Mausklick stellt der Chemikant Prozessparameter ein, gegebenenfalls reagiert er auf Stör- und Ausfälle.

Was Bewerber mitbringen sollten, sind gute Noten in den naturwissenschaftlichen Fächern wie Biologie, Mathematik, Physik und Chemie; zudem sind technisches Verständnis, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft zum Mitdenken gefragt.

Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre

Chemikant/-in

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Ausbildende Berufsschulen

Folgende Berufsschulen bieten diese Ausbildung an:

Berufskolleg Kartäuserwall

Kartäuserwall 30
50676 Köln
0221 22191930
http://www.bk-kartaeuserwall.de
buero@bk-kartaeuserwall.de

Goldenberg Europakolleg

Duffesbachstraße 7
50354 Hürth
02233 942250
http://www.goldenberg-europakolleg.eu/
info@goldenberg-europakolleg.eu

Berufskolleg Simmerath/Stolberg der StädteRegion Aachen - Schulort Stolberg

Am Obersteinfeld 8
52222 Stolberg
02402 9512-0
http://www.bksimmerathstolberg.de/
bk-stolberg@bk-simmerath-stolberg.de

RHEIN-ERFT AKADEMIE GmbH - Chemiepark Knapsack

Industriestraße 149
50354 Hürth
02233 48-6405
https://www.rhein-erft-akademie.de/
info@rhein-erft-akademie.de

CHEMPARK Leverkusen Gebäude C104-West

Kaiser-Wilhelm-Allee 101-103
51373 Leverkusen
0214 3081409
http://www.chempark.de/de/berufskolleg.html
172224@schule.nrw.de

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