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„Die Post ist da!“

Briefe, Päckchen, Pakete, Zeitschriften und vieles mehr… die Liste der Sendungen, die tagtäglich an Haushalte und Unternehmen ausgeliefert werden, ist lang. Und die Anzahl der Sendungen steigt ständig. Wenngleich der Briefverkehr dank E-Mail in den letzten Jahren abgenommen hat, ist beispielsweise der Online-Handel aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Immer mehr Menschen kaufen im Internet. Da muss irgendwer dafür sorgen, dass auch alles dort ankommt, wo es ankommen soll. Und das möglichst schnell.

Das machen die Fachkräfte für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen, kurz: „KEP-Fachkräfte“. Sie nehmen Transportaufträge entgegen, leiten Sendungen an die richtige Stelle weiter und stellen deren Ankunft am Ziel sicher. Dabei müssen sie systematisch vorgehen, um bei der Vielfalt der Sendungen nicht den Überblick zu verlieren und trotzdem sicherzustellen, dass alles möglichst schnell zugestellt wird.

Früher nannte man diesen Beruf „Postbote“ oder „Briefträger“, doch das ist nicht mehr zeitgemäß. Erstens gibt es inzwischen auf dem Gebiet der Post-, Paket- und Kurierdienstleister eine Vielzahl an Anbietern, und zweitens sind die Anforderungen an den Beruf deutlich umfangreicher geworden. KEP-Fachkräfte bereiten Sendungen auch für den Versandweg vor, wählen das richtige Transportmittel und dokumentieren den Sendungsverlauf. Zusätzlich beraten sie Kunden über die Angebote des Unternehmens, für das sie tätig sind. Auch beurteilen sie selbst, ob bestimmte Sendungen überhaupt transportiert werden können und ergreifen entsprechende Maßnahmen, wenn dem nicht so ist. Vereinzelt entscheiden sie so etwa über Verpackungen oder Transportbehälter oder sie leiten den Fall an die entsprechende Stelle im Unternehmen weiter.

Die direkte Zustellung von Post-, Express- und Kuriersendungen kann, muss aber nicht in den Arbeitsbereich von KEP-Fachkräften fallen. Auch eine Tätigkeit im Innendienst ist möglich. In der Zustellung kommt es darauf an, die Routen optimal zu planen und die Sendungen möglichst effizient vorzubereiten, damit man jeden Weg nur einmal fahren muss. Aufmerksamkeit ist gefragt bei besonderen Sendungen wie zum Beispiel Einschreiben oder Nachnahme-Paketen. Hier ist sicherzustellen, dass der Empfänger persönlich eine Sendung annimmt oder für sein Paket den korrekten Nachnahme-Betrag zahlt, der natürlich in der Nachbereitung sorgfältig abzurechnen ist.

Fachkräfte für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen arbeiten bei Unternehmen, die eher kleinteilige und eilige Sendungen zu transportieren haben. Körperliche Arbeit, wenn auch keine schwere, gehört zu diesem Beruf dazu. Man muss daher willens sein, mit anzupacken, wo es nötig ist. Körperliche Fitness ist von Vorteil, insbesondere im Bereich der direkten Zustellung an den Empfänger. Rechnungen, Quittungen, Kassenabrechnungen – auch das gehört zu den Tätigkeiten der KEP-Fachkräfte. Ein gutes mathematisches Verständnis ist deswegen unverzichtbar.

Nach zweijähriger Ausbildung besteht die Möglichkeit, ein weiteres Ausbildungsjahr zum Kaufmann für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen anzuschließen.

Ausbildungsdauer: 2 Jahre

Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen

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Ausbildende Berufsschulen

Folgende Berufsschulen bieten diese Ausbildung an:

Alfred-Müller-Armack Berufskolleg

Brüggener Str. 1
50969 Köln
0221 820135-0
http://www.ama-berufskolleg.de
neuhaus@ama-berufskolleg.de

Karl-Schiller-Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung

Bonnstraße 200
50321 Brühl
02232 76210
https://www.ksbk.de/
sekretariat@ksbk.de

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