30 Jahre Wirtschaftsgremium Wesseling

V.l.n.r.: Dr. Gerd Wolter, Standortleiter der EVONIK Industries AG, Werk Wesseling, Karl-Uwe Bütof, Leiter der Abteilung Standortpolitik, Industrie, Cluster des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk NRW, Josef Tumbrinck, Vorsitzender des Naturschutzbund Deutschland e.V. NRW (NABU), Ralf Eggert, Mitglied der Geschäftsfleitung der IFOK GmbH, Ulf Reichardt, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer zu Köln, Thorsten Zimmermann, Leiter der Geschäftsstelle Rhein-Erft. Foto: Olaf-Wull Nickel

Industrie und Naturschützer wollen Dialog intensivieren

Bei einer Podiumsdiskussion aus Anlass des 30-jährigen Bestehens des Wirtschaftsgremiums Wesseling der IHK Köln haben am 17. Dezember 2014 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Naturschutz sich einig darüber gezeigt, dass die Industrie eine angemessene Akzeptanz in der Gesellschaft braucht. Alle Seiten sprachen sich zugleich dafür aus, dass die künftige Entwicklung der Industriestandorte im intensiven Dialog gerade mit den Bürgern vor Ort stattfinden muss, damit alle berechtigten Interessen in die Entscheidungen einfließen. Ulf Reichardt, Hauptgeschäftsführer der IHK Köln, verwies in diesem Zusammenhang auf die von der IHK Köln angestoßene Initiative "InDUstrie – Gemeinsam. Zukunft. Leben.", der sich nach gut einem Jahr ihres Bestehens bereits weit über 160 Unternehmen der Region angeschlossen haben. "Diese Unternehmen engagieren sich sehr aktiv dafür, dass die Industrie wieder mehr gesellschaftliche Akzeptanz bekommt. Und diese Akzeptanz hat sie auch verdient, schließlich gibt sie allein im Wirtschaftsraum Köln rund 130.000 Menschen Arbeit und setzt jährlich beinahe 60 Milliarden Euro um." Dr. Gerd Wolter, Standortleiter der EVONIK Industries AG, Werk Wesseling, hob als Mitglied der Offensive hervor, dass Industrieunternehmen gemeinsam und langfristig für ihren Wirtschaftszweig werben sollten.

Ein wichtiges Thema ist die gesellschaftliche Rolle der Industrie auch für das Wirtschaftsgremium Wesseling seit jeher. Der Vorsitzende, Senator h.c. Fritz Graf, sagte in seinem Grußwort bei der Jubiläumsveranstaltung: "Wir pflegen einen engen Austausch mit der Politik, damit die Belange der Wirtschaft wie Gewerbeflächen und Transportwege nicht vergessen werden. Denn letztlich sind das auch die Belange der ganzen Gesellschaft." Erwin Esser, Bürgermeister der Stadt Wesseling, betonte ebenfalls die Bedeutung des Wirtschaftsgremiums für den Austausch zwischen Politik und Wirtschaft.

Die Seriosität und Offenheit der Kommunikation steht auch für Josef Tumbrinck, NRW-Landesvorsitzender des Naturschutzbundes (NABU), an allererster Stelle. "Nordrhein-Westfalen ist ein Industriestandort und soll es auch nach Auffassung des NABU bleiben. Wichtig ist aber, wohin sich die Industrie entwickelt und wie sie sich dem kritisch-konstruktiven Dialog mit Nachbarn und der Gesellschaft selber öffnet." Dass die Industrie hier eine aktivere Rolle spielen müsse, räumte Martina Engels-Bremer, Geschäftsführerin der Elektro Engels & Schmitz GmbH in Wesseling, offen ein: "Gefordert ist mehr Engagement vor Ort, um die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen. Die Industrie darf sich nicht aus ihrer Verantwortung ziehen."

Ralf Eggert, Energie- und Infrastrukturexperte des Beratungsunternehmens IFOK, nannte diesen Punkt entscheidend: "Protest ist in Windeseile organisiert und mächtig. Viele positive Beispiele zeigen aber: Mit einem ernst gemeinten, gut geführten Dialog gelingen auch heute noch Projekte in Deutschland." Für das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk NRW nahm Karl-Uwe Bütof, Leiter der Abteilung Standortpolitik, Industrie, Dienstleistungen und Cluster, an der Diskussion teil.

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