Industriekongress 2014

Frische Ideen für 111 Dialoge und positives Fazit nach einem Jahr Industrieakzeptanz-Offensive

Vor einem Jahr startete die Industrie- und Handelskammer zu Köln eine Industrieakzeptanz-Offensive, der mittlerweile über 150 Unternehmen aus der Region Köln angehören. In Eigenregie entwickeln die Betriebe neue Formate, um mit potenziellem Fachkräfte-Nachwuchs und mit der Nachbarschaft ins Gespräch zu kommen. Übergreifendes Ziel der Offensive ist, in der Öffentlichkeit für mehr Verständnis für die Belange der Industriebetriebe zu werben.

Jetzt trafen sich die Unternehmen bei der Kölner Oerlikon Leybold Vacuum GmbH an der Bonner Straße, um dort über die Projekte der vergangenen zwölf Monate zu berichten und neue Ideen vorzustellen. Fred Arnulf Busen, Geschäftsführer der Polytron Kunststofftechnik GmbH & Co. KG, Bergisch Gladbach, und Sprecher der Industrieakzeptanz-Offensive: "Wir wollen aufzeigen, was Industrie heute ausmacht und die Menschen wieder für die Industrie in ihrer Region begeistern. Wie gut das funktionieren kann, hat zum Beispiel in der letzten Woche unsere Live-Übertragung aus dem Hansa-Gymnasium Köln gezeigt. Dort haben Auszubildende aus Industrie-Betrieben mit Schülerinnen und Schülern diskutiert. Sie konnten viele Vorurteile widerlegen und Interesse für eine Ausbildung in der Industrie wecken." Neben dieser Aktion mit 150 Schülerinnen und Schülern, die auf der Webseite der IHK Köln von 5.000 Zuschauern live verfolgt wurde, gab es Tage der Offenen Tür in den letzten zwölf Monaten in verschiedenen Unternehmen, Bürger-Dialoge und einige Gelegenheiten mehr, das Thema Industrie in der Gesellschaft anzusprechen.

Ein weiteres, weithin sichtbares Beispiel für die Akzeptanz-Offensive ist die Beflaggung der B55 im Aggertal mit dem Logo der Industrie-Initiative, fünf Unternehmen haben sich dort für dieses Bekenntnis zum Standort zusammengetan - und beim HRS-Business-Run lief das gesamt Team der IHK Köln mit dem Industrie-Akzeptanz-Logo auf dem Rücken.

Ulf Reichardt, Hauptgeschäftsführer der IHK Köln, betont: "Rund 4.800 Industrieunternehmen in der Region mit 130.000 Beschäftigten - allein das sagt schon aus, wie wichtig die Industrie für unseren Standort und für unser aller Wohlstand ist. Das erste Jahr Akzeptanz-Offensive hat bereits gezeigt, dass Vorurteile sehr schnell verschwinden, wenn man miteinander ins Gespräch kommt. Da zeigt sich, wie innovativ und spannend unsere regionale Industrie ist. Das kann ich nach mehr als 15 Jahren in einem Industrieunternehmen mit Fug und Recht sagen. Es gibt wahrhaft genug Gründe, auf unsere Industrie-Betriebe stolz zu sein und sie zu unterstützen!"

Bei dem Kongress berichtete Wolfgang Ehrk, COO der Oerlikon Leybold Vacuum GmbH, von den Erfahrungen, die das Unternehmen an seinem innerstädtischen Standort mit der Nachbarschaft gemacht hat. Wichtigstes Fazit auch hier: Wer miteinander spricht, erntet Verständnis. Neue, kreative Ideen zu Dialogformaten wurden anschließend in einer Podiumsdiskussion von verschiedenen Unternehmerinnen und Unternehmern entwickelt. Warum sollte es beispielsweise an den Wanderwegen im Bergischen nicht auch Hinweisschilder auf die dort ansässigen Betriebe und ihre Produkte geben?

Unter dem Motto "111 Dialoge" sollen im kommenden Jahr mindestens 111 Dialoge mit der Öffentlichkeit geführt werden. Auf Twitter und Facebook werden diese Aktionen unter dem Hashtag #111dialoge aktuell zu verfolgen sein, alle Infos gibt es auch unter www.ihk-koeln.de.

 

 

Industriekongress 2014: Dokumentation

Interview

Fred Arnulf Busen über das erste Jahr der Industrieakzeptanz-Offensive. Ein Beitrag der GL Verlags GmbH.

> zum Interview

 

 

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